Weissenstein im Buch. Chronik des Klosters zur Zeit des 2. Weltkrieges.
- Fonte: Dolomiten
- Data: 20/10/2004
Bozen - Der wechselvollen Geschichte des Klosters Maria Weissenstein zur Zeit des Zweiten Weltkrieges geht ein bebildertes Buch nach, das der junge italienische Historiker Lorenzo Baratter geschrieben hat. Das Werk mit dem Titel "Tra vespri e soldati" wurde gestern im Besein von Klosterprior Lino Pacchin im Festsaal des Bozner Rathauses vorgestellt.
Laut Prior Pacchin soll das im Verlag "Publilux" erschienen Buch über den bekannten Wallfahrtsort bald auch in deutscher Sprache heraus kommen.
Der Journalist Paolo Valente bezeichnete Kloster Weissenstein als einen beschaulichen Ort, der keineswegs geschichtslos sei. Während der Faschistenzeit seien die Pater des österreichischen, sprich Tiroler Servitenordens auf Anordnung des italienischen Regimes vertrieben worden. Stattdessen wurden italienische Patres eingesetzt. Trotz der schwierigen Optionszeit sei Kloster Weissenstein für Italiener und Südtiroler stets ein beliebter Wallfahrtsort geblieben. Manche Optanten für Deutschland besuchten das Kloster vor der Auswanderung als letzten Gruss an die Heimat.
Der Priester un Journalist Josef Innerhofer lobte die objektive Darstellung der Geschichtsepoche. Der Autor Lorenzo Baratter habe nicht nur der schwierigen, von oben verordneten Wechsel zwischen österreichischen und italienischen Mönchen in der Faschistenzeit beschrieben, sondern sei auch beispielsweise sehr objektiv auf die Geschichte des Bozner Polizeiregimentes eingegangen. Autor Lorenzo Baratter will sein mit Schwarzweissbildern aufgelockertes Buch nicht nur als reines Geschichtswerk verstanden wissen, sondern, wie er sagte, auch als eine Hommage an das Kloster Weissenstein.
